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Schmerzen
WHO: In Europa Sterben Menschen unnötig qualvoll
Morphine
Nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch in der Ärzteschaft halten sich
hartnäckige Vorurteile gegen eine angemessene Schmerztherapie mit Morphinen.
Die folgenden Fehleinschätzungen und Klarstellungen sind in Anlehnung
an eine Informationsschrift der Hospizbewegung Münster zusammengestellt:
„Wer Morphin bekommt,
der lebt nicht mehr lange.“
Richtig:
Chronische Schmerzen verursachen einen
Dauerstress, der durch eine erfolgreich eingeleite
Morphintherapie vermindert wird. Viele unter
starken chronischen Schmerzen Leidende gewinnen so
an Lebens-Qualität und möglicher Weise sogar an
Lebens-Zeit.
„Morphin ist ein starkes Gift
und macht süchtig.“
Richtig: Morphin
besitzt eine große therapeutische Bandbreite, die
gut zu steuern ist. Suchtgefahr besteht nur dort,
wo es (außer zur Ermittlung der individuell
wirksamen Dosis) in nicht retardierter Form, ohne
festen Plan, übervorsichtig und unterdosiert
verabreicht wird.
„Morphin hat schwere
Nebenwirkungen.“
Richtig:
Bei Morphin
sind keine Schädigungen von Organen und
Organsystemen zu befürchten. In der Literatur
angegebene mögliche Nebenwirkungen sind
Verdauungsstörungen und Euphorie.
„Morphin
darf nicht zu früh genommen werden, weil es dann
nicht mehr hilft, wenn die Schmerzen wirklich
schlimm werden.“
Richtig:
Die
Wirksamkeit von Morphinpräparaten nimmt nur selten
ab, ihre Dosis kann entsprechend der Schmerzstärke
vom behandelnden Arzt gesteigert werden.
„Morphin macht andere Schmerzmittel
überflüssig.“
Richtig:
Wegen ihrer
unterschiedlichen Wirkungsweise ergänzen sich
Morphine und opiathaltige Schmerzmittel (z.B.
Aspirin, Novalgin) hervorragend. Werden sie wie im
erwähnten WHO-Stufenplan miteinander kombiniert,
kann die Dosierung beider Arzneimittel reduziert
werden.
Quelle: Hospizbewegung Münster.
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